Milch: Wenig Rückenwind

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Die Branchenkommunikation Milch als ein wesentlicher Bestandteil der Sektorstrategie Milch 2030, die im Januar 2021 starten soll, ist noch nicht in trockenen Tüchern. Das Ziel, 80 % der verarbeiteten Milchmenge bei den Molkereien hinter der gemeinsamen Kommunikation zu versammeln, um eine breite Finanzierung zu ermöglichen, ist bislang nicht erreicht. Wie der Vorsitzende des Milchindustrie-Verbandes (MIV), Peter Stahl, am vergangenen Freitag bei einer Pressekonferenz in Berlin einräumen musste, gibt es nach einer Umfrage unter Mitgliedsunternehmen eine Zustimmung für 72 % der Milch. „Ich stelle fest, die positive Rücklaufquote war aus verschiedenen Gründen jetzt nicht so hoch, wie wir uns das gewünscht haben“, erklärte Stahl. Nach Angaben des MIV-Vorsitzenden wurde deshalb eine „Nachfrist“ für die verbindliche Anmeldung der Unternehmen für die Beteiligung an der Branchenkommunikation bis zum 4. November eingeräumt. Am 6. November soll dann zusammen mit dem Deutschen Bauernverband (DBV) und dem Deutschen Raiffeisenverband (DRV) der Lenkungsausschuss erneut tagen und die Lage beurteilen. Stahl betonte, dass die verbindliche Maßgabe von 80 % weiter gelte und „diese Latte“ übersprungen werden müsse. MIV-Hauptgeschäftsführer Eckhard Heuser zeigte sich vorsichtig optimistisch und erklärte, dass „wir uns in der Nachspielzeit befinden und dort schon viele Spiele gewonnen wurden“. Sollte bis zum 6. November die Milchmenge von 80 % nicht erreicht werden, werde mit den zahlungswilligen Mitgliedern entschieden, ob und unter welchen Bedingungen unter den neuen Voraussetzungen mit der Branchenkommunikation verfahren werde, erläuterte Stahl. Ein mögliches Scheitern derselben bedeute nicht ein Ende der gesamten Sektorstrategie, da nicht alle Themen verzahnt seien. „Wir werden die Flinte nicht ins Korn werfen; wir brauchen Ausdauer und Beharrlichkeit“, betonte der MIV-Vorsitzende. Es werde Bereiche der Sektorstrategie mit schnellen Fortschritten geben.     AgE