Milchmarkt erhitzt die Gemüter

Berichte über Auszahlungspreise von unter 20 Cent je kg Rohmilch sorgen für weiteren Unmut

Foto: agrar-press

Die Preismisere am Milchmarkt erhitzt weiter die Gemüter. Jüngster Anlass dazu war ein Bericht in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) vergangene Woche in dem unter Berufung auf Vertreter mehrerer Molkereien aktuelle Auszahlungspreise von lediglich 18 Cent je kg Rohmilch in manchen Regionen genannt wurden.

Erst Anfang Mai war die Preissenkungsrunde für Milcherzeugnisse im Lebensmitteleinzelhandel über Partei- und Verbandsgrenzen hinweg auf Kritik und Unverständnis gestoßen. Mit Blick auf das Preistief forderte der neue baden-württembergische Landwirtschaftsminister Peter Hauk eine tragfähige Lösung für die Landwirte und eine Rückführung der Milchmenge in Europa. Zugleich begrüßte er, dass die Bundesregierung nun prüfe, wie die Landwirte steuerlich besser gestellt und bei der Landwirtschaftlichen Unfallversicherung entlastet werden könnten und welche Möglichkeiten es für die Branche gebe, ihre Produktionshöchstmengen selbst festzulegen. Maßnahmen für eine nachhaltige Weiterentwicklung der Branche forderte die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Karin Thissen. In diesem Zusammenhang sieht sie Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt mit seiner jüngsten Äußerung zu einem staatlichen Tierwohllabel auf dem richtigen Weg.

Mehr in LZ 21-2016, S. 7