Milchgipfel 2024 in Brüssel zu Milchpreisbildung in der Wertschöpfungskette
Wie kann die notwendige Wertschöpfung erzielt werden, sodass Milcherzeuger und Molkereien langfristig auskömmlich arbeiten können? Vor allen Dingen: Bedarf es hierzu eines staatlichen Eingriffs? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Milchgipfels 2024, zu dem NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen und Peter Stahl, Vorsitzender des Milchindustrie-Verbandes (MIV), am Dienstag vergangener Woche nach Brüssel eingeladen hatten. Und die Resonanz auf die Veranstaltung war groß. Rund 180 Vertreter aus Politik, Branche, Verwaltungen und Milchindustrie diskutierten in der Vertretung des Landes NRW bei der EU gemeinsam zum Thema „Milchpreisbildung in der Wertschöpfungskette: Regulierung versus Wettbewerb und Marktwirtschaft?“.
In der Podiumsrunde und auch in der anschließenden Diskussion mit den Gästen ging es dabei zum einen um die Anwendung des Artikels 148 der Gemeinsamen EU-Marktordnung. Dieser sieht vor, dass die Mitgliedstaaten den Abschluss schriftlicher Lieferverträge zwischen Molkereien und Milcherzeugern inklusive Mengen-, Bezahlungs- und Abholmodalitäten sowie eine sogenannte Preis-Mengen-Relation vorschreiben können, bei der es im Kern um die Nutzung von Möglichkeiten zum besseren Umgang mit Preisschwankungen geht. Diskutiert wurden darüber hinaus Beispiele aus anderen Ländern, in denen es staatliche Regelungen zur Preisbildung unter Berücksichtigung von Produktionskosten gibt wie beispielsweise in Frankreich.
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