Milchprodukte auf Vorrat

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Die in Deutschland stark steigenden Corona-Infektionszahlen und regionale Einschränkungen des öffentlichen Lebens verunsichern die Bevölkerung und scheinen Verhaltensmuster vom Beginn der Pandemie neu zu beleben. Medienberichten zufolge finden erste Bevorratungskäufe der Haushalte statt. Die Süddeutsche Butter- und Käsebörse in Kempten berichtete, dass sich der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) offenbar mit hohen Bestellmengen darauf einstelle. So hat Marktbeobachtern zufolge die Belieferung des Handels mit H-Milch deutlich angezogen. Die Kemptener Börse teilte mit, dass die Ordermenge an gepackter Butter von einem hohen Niveau her kommend nochmals gestiegen und für die Jahreszeit überdurchschnittlich hoch sei. Dies mag aber auch an jüngsten Verkaufsaktionen von Butter in einigen Handelsketten gelegen haben, bei denen nach Ansicht des Verbandes der Milcherzeuger Bayern (VMB) die 250-g-Packung zu „moralisch verwerflichen Preisen“ verramscht wurde. Ganz anders stellte sich die Lage bei Blockbutter da, die nur abwartend bestellt wurde. Die Butternotierungen in Kempten blieben am Mittwoch vergangener Woche unverändert. Auch bei Schnittkäse wie Gouda und Edamer orderte der LEH nach Angaben der Kemptener Börse umfangreiche Mengen für die zügige Nachfrage der Verbraucher, da sich offenbar einige Haushalte eindecken wollten. Im Bereich der Großverbraucher und des Food-Service sei dagegen ein etwas nachlassender Bedarf festzustellen. Bei Hartkäse war der Börse in Kempten zufolge für die Spezialität Emmentaler aus Rohmilch zuletzt ein Nachfrageanstieg zu verzeichnen. Am Markt für Magermilchpulver konnten die Hersteller mit der Nachfrage zuletzt ebenfalls recht zufrieden sein.