Milchproduzenten am Niederrhein gesucht

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Das Julius Kühn-Institut (JKI) sucht für das Projekt „Monitoring von Stickstoffemissionen in der Landwirtschaft“, kurz MoNi 2, für das Testgebiet im Kreis Kleve und zum Teil Wesel Vollerwerbsbetriebe, die ihr Einkommen hauptsächlich aus der Milchproduktion schöpfen, ihre Flächen entsprechend futterbaulich nutzen und die Interesse haben, an der Aufklärung der Zusammenhänge zwischen dem eigenen betrieblichen Management und der daraus unmittelbar resultierenden Nitratfrachten aktiv mitzuwirken (Verursacherprinzip). Die betrieblichen Flächen sollten überwiegend in den Grundwasserkörpern 286_01, 2799_01, 27_03 oder 286_02 liegen. Details finden Sie hier.

 

Was passiert auf den teilnehmenden Betrieben?

 

In den Betrieben wird ein vom JKI entwickeltes Frühindikatorensystem bestehend aus N-Bilanzen, Nmin- und Sickerwasseruntersuchungen angewendet. Denn bis Nitrat durch den Boden ins Grundwasser gesickert ist, können abhängig von lokalen Bedingungen Jahre oder Jahrzehnte vergehen. Entsprechend lange dauert es, bis Veränderungen in den Nitratfrachten durch die Grundwassermessstellen des EU-Nitratmessnetzes registriert werden können.

 

In den Betrieben werden kontinuierlich Bilanzgrund- und Bewirtschaftungsdaten erfasst. Auf jeweils zwölf Testschlägen je Betrieb wird der mineralische Stickstoffgehalt (Nmin) im Frühjahr, nach der Ernte und im Herbst ermittelt und durch jährliche Nitrat-/Sulfat-Tiefenprofile (bis 3 m Tiefe) auf drei Schlägen pro Betrieb ergänzt. Die Daten erheben regionale Dienstleister im Auftrag und nach Vorgaben des JKI bundesweit einheitlich. Das Indikatorensystem wird bereits seit 2017 erfolgreich auf rund 100 Demonstrationsbetrieben in 12 Testgebieten angewandt, die auch weiter im MoNi2-Vorhaben mitwirken.

 

Teilnehmende Betriebe erhalten umfangreiche Einsichten in die Stickstoffeffizienz des eigenen Betriebs und die Möglichkeit zu anonymisierten Vergleichen mit anderen Betrieben ihrer Region. Die vom JKI erhobenen Daten können von den Teilnehmenden bei der Düngebedarfsermittlung, für Dokumentationspflichten sowie zur Stoffstrombilanzierung verwendet werden. Teilnehmende Betriebe erhalten eine jährliche Aufwandsentschädigung von 600 €. Die erhobenen Daten werden ausschließlich anonymisiert ausgewertet und verarbeitet.

 

Weitere Informationen sind auf der Projektseite zusammengestellt.

 

Kontakt:

 

Dr. Burkhard Stever-Schoo

Julius Kühn-Institut (JKI), Institut für Pflanzenbau und Bodenkunde

Bundesallee 58, 38116 Braunschweig

Tel. 0531/596 2353

E-Mail: burkhard.stever-schoo@julius-kuehn.de