Milchviehhalter werben um Corona-Arbeitslose

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Menschen, die in Neuseeland ihre Arbeit wegen der Corona-Krise verloren haben, können zukünftig gerne auf den Milchviehbetrieben des Landes arbeiten. Darauf hat der neuseeländische Milcherzeugerverband (DairyNZ) jetzt aufmerksam gemacht und gleichzeitig eine „Go Dairy-Kampagne“ zur Gewinnung neuer Arbeitskräfte gestartet, die auch Einstiegsschulungen umfasst. Es gebe viel Arbeit auf den Höfen, und es seien bei guten Verdienstmöglichkeiten 1 000 Stellen zu vergeben, wirbt der Verband. „Mit Beginn der neuen Milchsaison am 1. Juni werden wahrscheinlich noch mehr Arbeitsstellen verfügbar sein. Menschen, die Arbeit suchen und sich gerne um Tiere und die Umwelt kümmern, haben gute Karrieremöglichkeiten“, erläuterte DairyNZ-Geschäftsführer Dr. Tim Mackle. Die auch vom nationalen Bauernverband (NFF) unterstützte Kampagne zum Berufswechsel zielt da­rauf ab, ein Bewusstsein für diese Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen und potenziellen Mitarbeitern die vielfältigen Tätigkeitsfelder auf dem Hof zu erklären. „Wir gehen größtenteils davon aus, dass interessierte Menschen aus Regionen kommen werden, in denen es im Tourismus und im Gastgewerbe zu großen Arbeitsplatzverlusten kommt und die Milchviehhaltung in der Nähe ist“, erklärte Mackle. Das Öffnen der Tür für neue Menschen solle dazu beitragen, die Lücke bei verfügbaren Arbeitskräften in der kommenden Saison zu schließen. Diese entstehe auch dadurch, dass ausländische Saisonarbeitskräfte wegen geschlossener Grenzen nicht kommen könnten. Dem Verband zufolge gibt es im Primärbereich 48 000 Beschäftigte im Milchsektor, von denen 34 000 in Milchviehbetrieben arbeiten, 12 000 in Verarbeitungs- und Unterstützungsbetrieben. Die jährliche Vergütung in der Milchviehhaltung beträgt im Schnitt umgerechnet 23 600 € für landwirtschaftliche Assistenten, die in der Landwirtschaft anfangen. Der Lohn steigt auf 28 100 € bis 30 900 € für Herden- und Assistentenmanagerpositionen und liegt für Farmmanager bei 39 330 € oder darüber.