Nordrhein-Westfalens und Niedersachsens Agrarministerinnen Ursula Heinen-Esser und Barbara Otte-Kinast sowie die niederländische Ressortchefin Carola Schouten wollen ihre interregionale Kooperation vertiefen. Wie die Amtskolleginnen anlässlich einer gemeinsamen Videokonferenz am Montag vergangener Woche weiter mitteilten, wurde diesmal unter anderem über gemeinsame Herausforderungen wie die Afrikanische Schweinepest (ASP), das Wirtschaftsdünger-Management und den Klimawandel „gesprochen“. Außerdem sei es um die Rückkehr des Wolfs und die europäische Fleischkennzeichnung gegangen. Zurzeit gebe es in den Niederlanden sowie in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen mehrere orts-
treue Einzeltiere und Wolfsrudel. Vor allem Jungtiere wechselten regelmäßig zwischen den Regionen.
„Die von uns neu ins Leben gerufene Tradition, uns auch interregional stets über aktuelle Themen auszutauschen, hat sich bereits sehr bewährt. Die Niederlande, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen haben viele Gemeinsamkeiten, die es zu nutzen und zu verbinden gilt“, so Heinen-Esser. Die Bundesländer Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen seien die wichtigsten deutschen Handelspartner der Niederlande bei Agrarprodukten. Etwa zwei Drittel des Exports niederländischer Agrarprodukte gingen in diese beiden Länder.
Otte-Kinast betonte, dass Wettbewerbsverzerrungen zwischen den Regionen zu vermeiden seien. „Die Landwirtschaft befindet sich in einem nie gekannten Wandlungsprozess. Die Gesellschaft fordert mehr Umwelt- und Klimaschutz, Artenvielfalt, mehr Tierwohl – gleichzeitig erleben unsere Landwirtinnen und Landwirte auf den Betrieben einen harten Wettbewerb und oftmals wenig Wertschätzung für ihre anstrengende Arbeit“, so die niedersächsische Ressortchefin.
Schouten hob indes hervor, dass die Suche nach gemeinsamen Lösungen dazu beitragen werde, „die Bedingungen im täglichen Leben unserer Landwirte, Naturliebhaber und Bürger zu verbessern“. AgE/el