Trotz weltweit guter Weizenversorgung wird das Preisniveau durch eine sehr lebhafte Nachfrage auf den internationalen Märkten und verstärkte Vorratshaltung hoch bleiben. Am heimischen Kassamarkt tendieren die Preise für Futterweizen, Futtergerste, Futterroggen und Triticale auf hohem Niveau. Der Markt für Futtergetreide wird schon seit Wochen von den Auswirkungen der Afrikanischen Schweinepest und den damit verbundenen Exportbeschränkungen für deutsche Schweinehalter beeinflusst. Die sehr zurückhaltend agierenden Mischfutterhersteller in den Veredlungsregionen Süd-Oldenburg und Westfalen kaufen zum Ende des Jahres 2020 nur überschaubaren, Futtergetreidemengen für den vorderen Bereich zu. Geschäfte mit späteren Lieferterminen stellen eher die Ausnahme dar. Hinzu kommt, dass Frachtraum mittlerweile recht knapp und teuer ist.
Die weltweite Maiserzeugung wird die Nachfrage bis zum Ende des Wirtschaftsjahres 2020/21 nicht decken, sodass die weltweiten Mais-Endbestände bis zum 30. Juni 2021 auf rund 291 Mio. t zurückgehen. In den Vereinigten Staaten wird mit 42,2 Mio. t sogar ein Siebenjahrestief erreicht. Die USA werden in der laufenden Saison 2020/21 überdurchschnittlich viel Körnermais am Weltmarkt verkaufen. Hauptgrund ist die extreme Nachfragesteigerung Chinas im Vergleich zum Vorjahr. Deutlich weniger Mais wird die Ukraine liefern. Auch Argentinien hat weniger Mais im Angebot.
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