Mit Begeisterung ins Amt

Foto: Dominik Asbach

Julia Klammer ist die 22. Rheinische Kartoffelkönigin

 

„Ich möchte die Kartoffel zum Strahlen bringen“, sagt Julia Klammer mit einem Lächeln. Die 18-Jährige aus Issum wurde vom Rheinischen Landwirtschafts-Verband und dem Rheinischen LandFrauenverband zur 22. Kartoffelkönigin ernannt. Ihren ersten offiziellen Auftritt hat sie bereits an diesem Sonntag bei der Eröffnung der Rheinischen Frühkartoffelsaison auf dem Hoppe Hof in Meerbusch-Osterrath, wo sie auch der Presse vorgestellt wird. Ein Jahr lang wird sie dann im Rheinland unterwegs sein und für das Image der Kartoffeln werben.

 

Mitarbeit im Betrieb selbstverständlich

 

Julia stammt aus einem landwirtschaftlichen Betrieb in Issum. Auf dem Familienbetrieb werden neben Industrie- und Speisekartoffeln auch Mais und Getreide angebaut. Für Julia ist die Mitarbeit im Betrieb selbstverständlich. „Mein jüngerer Bruder und ich sind mit der Landwirtschaft groß geworden und der Familienbetrieb liegt uns beiden sehr am Herzen.“ Am meisten Spaß mache ihr die Arbeit im Hofladen, erzählt die junge Frau. „Ich schätze den Kontakt zu den Kunden und beantworte gerne Fragen zu unseren Produkten, egal ob es um die Sortenauswahl oder den besonderen Geschmack der Kartoffeln geht.“ In der Erntezeit hilft die neue Kartoffelbotschafterin auch tatkräftig auf dem Kartoffelroder mit.

 

Schon seit ihrer Kindheit wünschte sich Julia, Kartoffelkönigin zu werden. „Als Kind war ich mit meiner Mutter oft auf Veranstaltungen wie dem Weuthen Kartoffeltag, wo auch die Kartoffelkönigin anwesend war. Ich war schon damals fasziniert und wollte selbst eines Tages Kartoffelkönigin werden“, berichtet sie begeistert.

 

Ihre Familie und Freunde unterstützen sie tatkräftig in ihrem neuen Amt. „Meine Familie war sehr aufgeregt, als klar war, dass ich die neue Kartoffelkönigin werde. Freunde und Familie haben mich immer ermutigt und sind sehr glücklich, dass ich nun dieses Jahr als Kartoffelkönigin verbringen kann.“

 

Botschaft für alle

 

Julia hat eine besondere Botschaft, die sie während ihrer Amtszeit vermitteln möchte: „Es ist mir wichtig, hervorzuheben, dass regional angebaute Kartoffeln etwas ganz anderes sind als importierte, denn hinter der regionalen Kartoffel stehen Familienbetriebe und Traditionen, die hier schon lange gelebt werden. Auch der Geschmack der rheinischen Kartoffeln ist einfach unschlagbar.“

 

Auf die Frage nach ihrer Lieblingskartoffelsorte muss sie nicht lange überlegen: „Ganz klar Annabelle. Sie ist eine der frühen Kartoffelsorten und einfach lecker!“

 

Derzeit steht Julia kurz vor dem Abitur und plant, im Oktober ihr Jurastudium in Münster zu beginnen. In ihrer Freizeit spielt sie gerne Volleyball, verbringt Zeit in der Natur sowie mit Familie und Freunden. „Auch ein gutes Buch darf bei mir nicht fehlen und ich gehe gerne joggen“, fügt sie hinzu.

 

Besonders freut sich die junge Frau darauf, ihre Botschaft auch an Kinder weiterzugeben. Von all den bevorstehenden Veranstaltungen ist für sie die Grüne Woche ein besonderes Highlight. „Ich freue mich auf alle Veranstaltungen, die viele interessante Gespräche und völlig neue Eindrücke ermöglichen. Es bereitet mir einfach Freude, die Kartoffel zu repräsentieren, und ich hoffe, diese Begeisterung auf viele andere Menschen übertragen zu können.“

 

Simone Kühnreich