Mit der Aussaatstärke bei Mais arbeiten

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Die Saatstärke beim Mais sollte sorten- und standortspezifisch angepasst werden. Sofern die Technik zur Verfügung steht, kann bei heterogenen Flächen auch teilflächenspezifisch gearbeitet werden. Norbert Erhardt, Landwirtschaftskammer NRW, gibt einen Überblick, was bei der Aussaat in diesem Jahr beachtet werden sollte.

 

Unter günstigen Wachstumsbedingungen wie im vergangenen Jahr kann Mais ertraglich und qualitativ mit hohen Pflanzenzahlen überzeugen. In trockenen Jahren wie 2022, 2019 oder 2018 steigt mit hohen Bestandsdichten das Anbaurisiko regelmäßig an. Das knappe Wasser wird dann schon für das vegetative Wachstum, also den Aufbau von Blättern und Stängeln, verbraucht. Insbesondere auf leichten Böden reichen die Wasserreserven dann aber nicht mehr für eine ordentliche Kolbenfüllung. Gegebenenfalls leidet der Mais schon in der Blüte. Im Ergebnis werden Kornanlagen reduziert, unter extremen Bedingungen ist mit Kolbenlosigkeit zu rechnen. Darüber hinaus ist zu beachten, dass die Maispflanzen im dichten Bestand länger und die Stängel dünner werden. Damit steigt auch die Anfälligkeit für Lager im Bestand. Die optimale Bestandsdichte einer Maissorte am jeweiligen Standort stellt immer einen Kompromiss zwischen Ausschöpfung des Ertragspotenzials und eines Höchstmaßes an Anbausicherheit dar. Nicht zuletzt dürfen aber auch die Saatgutkosten nicht außer Acht gelassen werden.

 

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