Schwanzbeißen ist eine weitverbreitete Verhaltensstörung, deren Folgen unter Landwirten gefürchtet sind. Dabei macht es keinen Unterschied, ob sie kupierte oder unkupierte Schweine halten. Für die Tiere sind die Verletzungen mit Schmerzen verbunden und die Tierhalter haben finanzielle Einbußen. Ob eine Kameraüberwachung und künstliche Intelligenz helfen können, Schwanzbeißen vorzubeugen, berichten Dr. Astrid van Asten und Dr. Katharina Dahlhoff, Landwirtschaftskammer NRW.
Die Gründe für einen Ausbruch von Schwanzbeißen sind vielfältig. Auch für erfahrene Tierhalter ist es häufig gar nicht so leicht, einen nahenden Schwanzbeißausbruch vorherzusehen und im richtigen Moment entsprechende Interventionsmaßnahmen zu ergreifen. Wissenschaftliche Untersuchungen konnten allerdings herausfinden, dass das Schwanzbeißen sehr wohl durch veränderte Verhaltensweisen vorhergesagt werden kann. Es stellte sich heraus, dass bereits bis zu sieben Tage vor dem Auftreten erster blutiger Schwanzverletzungen eine Änderung im Tierverhalten festzustellen ist. Die Ruhezeiten der Tiere verkürzten sich bei gleichzeitig ansteigender Aktivität, die Schweine beschnüffelten und beknabberten vermehrt die Ringelschwänze der Buchtgenossen. Zudem erhöhte sich der Anteil von hängend oder eingeklemmt getragenen Schwänzen merklich.
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