Mit Pfeil und Bogen gegen ASP

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In Brandenburg sollen die Wildschweinbestände zukünftig auch mittels Pfeil und Bogen reduziert werden und damit präventiv ein mögliches Ausbreitungsrisiko der Afrikanischen Schweinepest (ASP) eingedämmt werden. Wie das Landwirtschaftsministerium mitteilte, will die oberste Jagdbehörde des Landes Brandenburg eine entsprechende Ausnahmegenehmigung vom Jagdverbot erteilen. Hintergrund ist ein entsprechender Antrag eines Jagdpächters. Das in der Bundesrepublik bisher einmalige Vorgehen soll dem Ministerium zufolge wissenschaftlich begleitet werden, um die tierschutzgerechte Anwendung von Pfeil und Bogen nachzuvollziehen und die Gefährdungswirkung durch die Pfeile sowie die Akzeptanz bei der Bevölkerung genauer beurteilen zu können. Auch sei zu bewerten, ob es tatsächlich erforderlich sei, mit Pfeil und Bogen zu jagen, oder ob herkömmliche Methoden mit Schusswaffen und Saufängern ausreichten. Moderne Jagdpfeile- und -bögen ermöglichen laut Ministerium inzwischen, selbst stärkstes Wild tierschutzgerecht zu töten. Dies würden die Erfahrungen in vielen Ländern in Europa und weltweit zeigen, in denen die Bogenjagd bis heute erlaubt sei.