Wie Diamanten funkelten in der vergangenen Woche die Eiszapfen an den Apfel- und Birnbäumen von Obstbauer Roland Schmitz-Hübsch aus Bornheim-Merten in der aufgehenden Sonne. Um die Baumblüten vor den eisigen Nachtfrösten zu schützen, hatte er in drei Nächten gegen 2.30 Uhr die Beregnungsanlage einschalten müssen. In insgesamt rund 16 Stunden wurden dabei etwa 10 000 m3 Wasser über die Obstbäume gesprengt. Wie ein schützender Mantel legte sich das bei bis zu minus 3,8 °C zu Eis erstarrende Wasser dabei um die Blüten und Blätter. „Bei diesem fortlaufenden Gefrierungsprozess entsteht Erstarrungswärme, die die Blüten vor dem Erfrieren schützt“, erklärt Roland Schmitz-Hübsch. Das Wasser für seine Beregnungsanlage bezieht der Obstbauer aus seinem Regenauffangbecken. Mit Wind schützte hingegen Obstbauer Lothar Krämer aus Meckenheim die Blüten seiner Apfel- und Birnbäume vor dem Erfrieren. Die etwa 10 m hohe Windmaschine saugt dabei die Luft aus wärmen Schichten aus 20 bis 30 m an und vermischte sie mit der frostigen Luft am Boden.