Milchfett und Vollmilchpulver notieren unverändert
Auch zwölf Tage nach dem Nachweis der Maul- und Klauenseuche (MKS) bei Wasserbüffeln in Brandenburg zeigten sich keine Verwerfungen bei den Großhandelspreisen für Milchprodukte in Deutschland. Die von der Süddeutschen Butter- und Käsebörse am Mittwoch vergangener Woche gemeldeten Butter- und Vollmilchpulverpreise entsprechen denen der Vorwoche. Auf Nachfrage des Pressedienstes Agra-Europe (AgE) bekräftigte die amtliche Notierungsstelle, dass die unveränderte Notierung nicht Folge einer ausgesetzten Erhebung ist, sondern sich aus der üblichen Auswertung ergibt.
Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV), der die MKS-bedingten Umsatzverluste am 16. Januar auf insgesamt 1 Mrd. € taxierte, sieht bislang keinen Grund, die Schadenshöhe zu revidieren. Gegenüber AgE erklärte der Verband, dass entlang der gesamten Wertschöpfungskette finanzielle Schäden entstanden sind und bei den verschiedenen Produkten noch entstehen. Vieles davon sei nicht direkt am Milchpreis abzulesen. Marktbeobachtern zufolge bleibt abzuwarten, ob und wie die Preise in den kommenden Wochen auf die MKS-Lage reagieren.
Die aktuelle Notierung für Blockbutter reicht in der Berichtswoche von 7,30 bis 7,50 €/kg. Kontraktgebundene Päckchenbutter wurde in der Berichtswoche ebenfalls unverändert für 8,50 bis 8,80 €/kg gehandelt. Bei der Auktion am Dienstag vergangener Woche auf der internationalen Handelsplattform Global Dairy Trade (GDT) stieg der Butterpreis im Mittel aller Lieferkontrakte auf umgerechnet 6 770 €/t; das entspricht 3,6 % mehr als zwei Wochen zuvor. Die Vollmilchpulvernotierung in Deutschland reichte von 4,35 bis 4,38 €/kg. Magermilchpulver gab im Preis nach. Ware in Nahrungsmittelqualität wurde zuletzt in Deutschland für 2,40 bis 2,55 €/kg gehandelt, was einen Preisrückgang von 5 ct an beiden Enden der Spanne bedeutet.