Moderne Pflanzenschutzmittel auch künftig unverzichtbar

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Für eine Innovationsoffensive in der Pflanzenschutzbranche hat der Präsident des Industrieverbandes Agrar (IVA), Dr. Helmut Schramm, geworben. Bei einem gemeinsamen Pressegespräch mit der Umweltstiftung World Wide Fund For Nature (WWF) Deutschland betonte Schramm am Donnerstag vergangener Woche in Berlin die unverändert hohe Bedeutung von Pflanzenschutzmitteln zur Sicherung der Nahrungsmittelproduktion für eine wachsende Weltbevölkerung. Chemischer Pflanzenschutz bleibe auf absehbarer Zeit unverzichtbar, wolle man die Ernten effektiv vor Schädlingen und Krankheiten schützen. Der IVA-Präsident zeigte sich überzeugt, dass eine produktive Landwirtschaft und der Schutz von Umwelt und Artenvielfalt mitei­nan­der vereinbar sind. Der Verzicht auf moderne Pflanzenschutzmittel wäre ihm zufolge auch keine Lösung, da ein Komplettausstieg aus dem chemischem Pflanzenschutz und den Mineraldüngern den Flächenbedarf für die gleiche Erntemenge verdoppeln würde. Zum Schutz von Insekten oder Biotopen brauche es vielmehr konkrete Maßnahmen in der Agrarlandschaft wie Blühstreifen oder Pufferzonen in Gewässernähe, erläuterte Schramm. Der WWF-Geschäftsleiter Naturschutz, Andreas Krüger, erneuerte ungeachtet dessen die Forderung seiner Organisation nach einem „wirkungsvollen Programm“ zur Reduzierung des chemischen Pflanzenschutzes.