Muster im Getreide

Foto: Margret Klose

Die Kontraste sind deutlich zu erkennen. Dunkel- und hellgrün leuchten zurzeit die schwungvollen Getreidestreifen auf einem Feld bei Erftstadt-Gymnich. Hatte da vielleicht ein Künstler seine Finger im Spiel? „Nein“, lacht Marc Deilmann von der Firma SGL/Saatgutwirtschaft Lichtschläger. Nicht einmal im weitesten Sinne hatten die Mitarbeiter an Kunst gedacht, als sie im Herbst vergangenen Jahres die Wintergerste eingesät hatten. Ganz klassisch werde dort Saatgut – in diesem Fall Hybridgerste – vermehrt. Bei der Aussaat seien die Sämaschinen nebenei­nan­der hergefahren. Weil sich die weiblichen und männlichen Pflanzen ei­nan­der zur Befruchtung brauchen, ist die direkte Nachbarschaft auf dem Feld die beste Voraussetzung für eine optimale Vermehrung. „Das helle sind verschiedene Mutterpflanzen und das dunkle ist der Vater“, erklärt Marc Deilmann. Die gewellte Form des Gerstenkunstwerks sei einfach der Fläche geschuldet. Jährlich vermehrt das Unternehmen auf etwa 2 000 ha rund 65 Getreidesorten, die Optik der Felder spielt dabei normalerweise aber keine Rolle.