Nabu: Große Akzeptanz für Wölfe

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Die Akzeptanz für Wölfe in Deutschland ist laut Nabu nach wie vor hoch. Das zeigt eine repräsentative Forsa-Umfrage, die der Nabu anlässlich des Tags des Wolfes in Auftrag gegeben hat. 2 360 Personen hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragt, um zu ermitteln, ob sich mit der Zunahme des Wolfsbestands und der Ausbreitung in weitere Bundesländer die Einstellung gegenüber Wölfen verändert hat. Die Stimmung in der befragten Bevölkerung habe sich laut Nabu-Fachbereichsleiter Ralf Schulte „im Vergleich zu den Umfragen 2015 und 2018 nicht signifikant verändert“. Tatsächlich finden es 77 % der Befragten laut aktueller Erhebung erfreulich, dass „der Wolf wieder unsere Landschaft bereichert“. Gegenüber früheren Befragungen ist allerdings ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Denn 2015 bestätigten noch 80% der Befragten diese Aussage, 2018 stimmten 79 % ihr eher oder voll und ganz zu.

Zwei Drittel der Bundesbürger teilen die Einschätzung, dass die von Wölfen ausgehenden Risiken in den Medien übertrieben dargestellt werden. 76 % der Befragten gaben an, dass Wölfe selbst dann in Deutschland leben sollen, wenn es teilweise zu Problemen kommt. 65 % stimmen der Aussage zu, dass einzelne Wölfe, die Probleme verursachen, notfalls getötet werden müssen. Damit stieg der Prozentsatz im Vergleich zu 2015 um fast 10 % an. Damals waren 56 % für eine Entnahme von Problemwölfen. Der Nabu sieht darin eine Aufforderung an die Länder, ein effizientes Wolfsmanagement mit praktikablen Einzelfallentscheidungen auf die Beine zu stellen. In Bezug auf Nutztierrisse sind 38 % der Befragten der Meinung, dass, wenn diese trotz Herdenschutz passieren, der verursachende Wolf kontrolliert getötet werden sollte.

Graduell schlechtere Zustimmungswerte ergeben sich den Daten der vorliegenden Erhebungen zufolge in den Regionen, in denen Wölf vorhanden sind. Die meisten Befragten (2021: 90 %) gehen davon aus, dass es sich dabei um aus Nachbarländern zugewanderte Exemplare handelt.