Nachahmen erwünscht

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Fünf Jahre Niedersächsischer Weg

 

Fünf Jahre nach Vertragsunterzeichnung ziehen die Partner des „Niedersächsischen Weges“ eine durchweg positive Bilanz. Der auf Konsens ausgerichtete Ansatz für mehr Natur-, Arten- und Gewässerschutz in der Landwirtschaft habe sich bewährt, so die Initiatoren, die am Donnerstag vergangener Woche in Berlin das Jubiläum feierten. Für den Agrarumweltschutz auf Bundesebene sollte der niedersächsische Ansatz zur Blaupause werden, raten sie Union und SPD für ihre laufenden Koalitionsverhandlungen.

 

Unterzeichnet hatten den „Niedersächsischen Weg“ seinerzeit das Landvolk, der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), die Landwirtschaftskammer, der Naturschutzbund (NABU) sowie die Landesministerien für Umwelt und für Landwirtschaft. Mit insgesamt 15 Verabredungen, die Bewirtschaftungsauflagen auf der einen, aber auch finanzielle Kompensation auf der anderen Seite festlegen, entspreche der Niedersächsische Weg „dem Geist der Zukunftskommission Landwirtschaft“ (ZKL), so die Vertragspartner.

 

Es sei „frustrierend, dass von den guten Ergebnissen der ZKL im Bund kaum etwas umgesetzt wurde, denn die politischen Mehrheiten für die Umsetzung fehlten“, sagte Niedersachsen Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte. Es dürfe künftig nicht mehr nur darum gehen, medienwirksam Ziele zu postulieren, mahnte die Grünenpolitikerin. Durch den Prozess des Niedersächsischen Weges, nämlich Kooperation statt Konfrontation, Verbindlichkeit sowie verlässliche Finanzierung, sei es dagegen gelungen, Ergebnisse zu erzielen. Die Botschaft an die kommende Bundesregierung laute daher: „Nachahmen erwünscht“.

 

Mehr in LZ 12-2025 auf S. 10.

 

AgE