Alle zwei Jahre steht der Bundesentscheid des Berufswettbewerbs der deutschen Landjugend auf dem Programm. Der nächste Bundesentscheid findet 2025 im Juni in NRW auf Haus Düsse statt. Die Rheinische Landjugend (RLJ), die die Kreis- und Landesentscheide organisiert, freut sich über viele Anmeldungen aus dem Rheinland. Über den Ablauf des Berufswettbewerbs sprach die LZ mit Anna Siekerkotte, zweite Vorsitzende der RLJ.
LZ | Rheinland: Frau Siekerkotte, bitte stellen Sie sich unseren Leserinnen und Lesern kurz vor.
A. Siekerkotte: Ich heiße Anna Siekerkotte, bin 24 Jahre alt und stamme von einem landwirtschaftlichen Betrieb in Essen. Nach der Schule habe ich eine Ausbildung im Beruf Landwirt absolviert. Zurzeit studiere ich Agrarwissenschaften an der Fachhochschule Südwestfalen in Soest. Seit vielen Jahren bin ich in der Landjugend aktiv und seit 2021 zweite Vorsitzende der RLJ.
LZ | Rheinland: Was ist der Berufswettbewerb der deutschen Landjugend und welches Ziel wird damit verfolgt?
A. Siekerkotte: Der Berufswettbewerb der deutschen Landjugend ist ein Wettbewerb für die Grünen Berufe. Er umfasst die Sparten Landwirtschaft, Hauswirtschaft, Forstwirtschaft, Tierwirtschaft und Weinbau. Alle, die sich in einer Berufsausbildung oder Fortbildung in diesen Sparten befinden, können am Berufswettbewerb teilnehmen. Ziel des Wettbewerbs ist es, den besten Azubi in dem jeweiligen Beruf zu küren, aber auch den Austausch und das Vernetzen von vielen Azubis zu fördern, und zwar landes- als auch bundesweit. Mit dem Berufswettbewerb wollen wir zudem versuchen, die Attraktivität der Grünen Berufe zu steigern.
LZ | Rheinland: Wie läuft der Berufswettbewerb im Rheinland ab? Welche Aufgaben übernimmt dabei die RLJ?
A. Siekerkotte: Die RLJ übernimmt quasi die koordinierenden Aufgaben rund um den Berufswettbewerb hier im Rheinland. Das heißt, wir übernehmen die Information der Teilnehmenden, gehen an die Berufsschulen und informieren dort die Schülerinnen und Schüler über den Ablauf des Wettbewerbs und was sie bei einer Teilnahme erwartet. Die RLJ führt den Berufswettbewerb nicht allein durch, sondern in Kooperation mit der Landwirtschaftskammer NRW, dem Rheinischen Landwirtschafts-Verband und der Deula in Kempen. Wir werden uns in den nächsten Wochen und Monaten in einer Arbeitsgruppe für den Berufswettbewerb mit den Vertretern dieser Organisationen zusammensetzen und gemeinsam planen, wie der Berufswettbewerb hier im Rheinland ablaufen soll. Darüber hinaus übernehmen später Vertreter der RLJ die Aufsicht und die Auswertung der schriftlichen Prüfungen und wir stellen die Prüfer für die praktischen Prüfungen.
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