Nachhaltigkeit wird nachverhandelt

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Die Mercosur-Staaten stehen Nachverhandlungen zu Nachhaltigkeitsaspekten in Verbindung mit dem Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union offenbar nicht ablehnend gegenüber. Die Reaktionen des Mercosur-Blocks seien grundsätzlich positiv ausgefallen, erklärte EU-Handelskommissar Valdis Dombrovskis. Es herrsche Einvernehmen darüber, dass zusätzliches Engagement im Bereich der Nachhaltigkeit Voraussetzung für eine erfolgreiche Ratifizierung sei. Dombrovskis nannte in diesem Zusammenhang die Entwaldung und Umweltschäden, insbesondere in Brasilien. Nach Angaben des Handelskommissars wird derzeit an der technischen Finalisierung des Abkommens gearbeitet und über die formale und rechtliche Ausgestaltung der Nachhaltigkeitsanforderungen verhandelt. Dies könne einige Zeit dauern.

In künftigen Handelsabkommen will die EU laut Dombrovskis die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens verankern. Neben einer Handel- und Klimainitiative bei der WTO werde zudem angestrebt, die G20-Staaten über Handelsabkommen zu einem stärkeren Engagement gegen den Klimawandel zu bewegen. Mit Blick auf den Handel mit Großbritannien unterstrich der Kommissar, dass sich das betreffende Abkommen noch in einer frühen Phase der Umsetzung befinde.