Im Juni lud Agrobusiness Niederrhein e. V. zu einer Veranstaltung auf das Gelände der Kläranlage der Emschergenossenschaft in Dinslaken ein, bei der verschiedene Möglichkeiten des Nährstoffrecyclings aus Abwässern vorgestellt sowie rechtliche Rahmenbedingungen und Herausforderungen diskutiert wurden.
Über städtische Abwässer gelangt Phosphor in die regionalen Kläranlagen. Ab 2029 sind Anlagenbetreiber gesetzlich verpflichtet, Phosphor aus den Abwässern zurückzugewinnen, sofern der Phosphorgehalt in der Klärschlammtrockenmasse 2 % übersteigt. Seit Jahren forschen Unternehmen und Wissenschaft daher daran, wie Phosphor aus Abwässern extrahiert und als Pflanzennährstoff zurück in einen natürlichen Kreislauf gebracht werden kann.
Zum Einstieg berichtete Dr. Dennis Blöhse von Emschergenossenschaft/Lippeverband (EGLV) über die Perspektive der Abwasserwirtschaft im Zusammenhang mit dem Thema Nährstoffrecycling. EGLV sind mit 59 Kläranlagen in ihren Verbandsgebieten für die Reinigung der Abwässer von rund 3,6 Mio. Einwohnern verantwortlich und damit einer der größten Abwasserentsorger Deutschlands.
Mehr in LZ 28-2023 ab S. 28