Neues Waldbaukonzept in NRW

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Angesichts des Klimawandels will Nordrhein-Westfalen seine Wälder stabiler und anpassungsfähiger machen. Dazu hat Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser den Branchenvertretern der Forst- und Holzwirtschaft am Freitag vergangener Woche ihr neues Waldbaukonzept vorgestellt. „Es sind neue In­strumente nötig, denn die massiven Waldschäden in diesem Jahr zeigen: Der Klimawandel ist längst bei uns angekommen und stellt die Waldbewirtschaftung künftig vor große Herausforderungen. Diesen Herausforderungen müssen wir uns stellen“, betonte die Ministerin. Das neue Waldbaukonzept beinhaltet eine Vielzahl von Empfehlungen, die sich an alle privaten und öffentlichen Forsteigentümer richten. Hauptziel sind standortgerechte und klimastabile Mischbestände aus überwiegend heimischen Baumarten. „Die Waldbauempfehlungen werden dazu beitragen, die Stabilität und Resilienz der Wälder im Klimawandel zu erhöhen und das Risiko für die Forstbetriebe zu verringern“, betonte Heinen-Esser. Das Land werde dabei die Umsetzung des Waldbaukonzepts auch mit Beratungs- und Schulungsangeboten sowie mit Fördermöglichkeiten unterstützen. Hilfe für die praktische Anwendung in der Fläche werde auch die forstliche Standortkarte sein, die den Waldbesitzern in digitaler Form Daten zur Wasser- und Nährstoffverfügbarkeit liefere. Das neue Internetportal Waldinfo.NRW stelle darüber hi­naus öffentliche Walddaten digital zur Verfügung, da­runter Informationen zur Waldbedeckung, zu Waldböden, zum Klima sowie zu Waldwegen und zu Naturschutzgebieten. Waldbesitzer können dies auch per Smartphone im Gelände abrufen. Der Ministerin zufolge wird die Anpassung der Waldbewirtschaftung an den Klimawandel eine langfristige Aufgabe sein. Die Konzepte mit den sich verändernden Wissens- und Datengrundlagen würden deshalb periodisch weiterentwickelt.