Neustart gefordert

Foto: Familienbetriebe Land und Forst

Einen Neustart bei den Legislativvorschlägen des Naturschutzpakets der EU-Kommission hat das Aktionsbündnis Forum Natur (AFN) gefordert. In einem Brief appellieren die Landnutzerverbände an Bundesumweltministerin Steffi Lemke, den „einseitigen, auf Nutzungsverzicht und Extensivierung beschränkten Ansatz“ der Gesetzesvorlagen zu korrigieren. Vorbild und Leitlinien sollten stattdessen die Empfehlungen der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) sein.
„Beide Politikvorhaben erfüllen uns als Landnutzer mit großer Sorge“, erklärte der AFN-Vorsitzende Max von Elverfeldt in der vergangenen Woche in Berlin. Arten- und Klimaschutz seien „elementar“ für die Zukunft der Betriebe, die wirtschaftenden Familien und die Arbeitnehmer. Die aktuellen EU-Verordnungsentwürfe stünden dem entgegen und würden sogar kontraproduktiv wirken, weil die Rohstoffabhängigkeit verschärft und Emissionen nur verlagert würden. Konkret schlägt das Aktionsbündnis vor, kooperativen Lösungen Vorrang vor pauschalem Ordnungsrecht einzuräumen. Bewirtschaftung und Artenschutz sollten in einem integrativen Ansatz unter einen Hut gebracht werden. Weitere Bausteine sieht das Aktionsbündnis in der Honorierung von ökologischen Leistungen und der Förderung der Bioökonomie durch nachwachsende Rohstoffe.