New Work im Verband

Foto: Dr. Elisabeth Legge

Wenn der Hauptausschuss des Rheinischen LandFrauenverbandes (RhLV) tagt, dann steht natürlich viel Organisatorisches auf dem Programm. So informierte RhLV-Präsidentin Jutta Kuhles die Mitglieder des Hauptausschusses, sprich die Bezirks- und Kreisvorsitzenden sowie die Geschäftsführerinnen des Verbandes, über anstehende Veranstaltungen und über Entwicklungen in der RhLV-Geschäftsstelle. Aber es gibt auch immer ein großes Arbeitsthema. Die Tagung des RhLV-Hauptausschusses stand diesmal unter dem Thema „Stärkung des Engagements von Frauen in ländlichen Räumen“. Und dazu könnte auch New Work gehören. „New Work ist nicht nur etwas für die Arbeitswelt, sondern auch für unseren Verband“, zeigte sich Jutta Kuhles überzeugt. In jedem Fall hatte der RhLV einen kompetenten Referenten zum Thema New Work in der Arbeitswelt und im  Verband eingeladen: Tobias Ilg aus Freiburg.

Der Organisationsentwickler und nach eigenen Angaben New-Work-Brückenbauer ging dabei gleich zu Beginn zum Du über – ein Teil von New Work. „Aber New Work ist mehr als Duzen, Kickertisch und Homeoffice“, stellte der Referent klar. „Für mich ist New Work ein Dreiklang: New Work ist eine Haltung, ist menschenzentriert und ein Veränderungsprozess.“ New Work sei ein radikaler Wechsel der Haltung gegenüber Arbeit und Wirtschaft, Leben und der Umwelt. Es sei ein Rahmenwerk für eine Arbeitswelt, die auf die Bedürfnisse und Potenziale der Mitarbeitenden ausgerichtet sei. In einer anhaltenden Transformation müssten Arbeitsprozesse und Managementsysteme, Haltung und Arbeitsorte immer wieder an die sich ändernden Gegebenheiten angepasst werden, erläuterte der Referent.

Als typische Merkmale von New Work nannte Tobias Ilg unter anderem: Vertrauenskultur und Dezentralisierung, Digitale Transformation, Selbstorganisationen und Eigenverantwortung, Flexibilität in Ort und Zeit, Schaffung einer sinnstiftenden Arbeit, aber auch eine neue Führung. Statt auf traditionelle Führungsansätze setze man bei New Work auf Kommunikation auf Augenhöhe, mehr Transparenz, mehr Wertschätzung und auf Wissensaustausch.

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