Niederlande will Renure fördern

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Der niederländische Landwirtschaftsminister Jaimi van Essen plant ein Förderprogramm für den Bau kleinerer Anlagen zur Herstellung von Renure, einem aus Gülle zurückgewonnenen Stickstoffdünger. Wie der Minister erklärte, sind Investitionen in diese Technologie derzeit noch nicht für alle Landwirte wirtschaftlich attraktiv. Außerdem liegt der EU-Kommission seit dem 16. Fe­bru­ar eine von der niederländischen Vorgängerregierung eingereichte nationale Änderungsverordnung zum Düngemittelgesetz zur Prüfung vor. Diese sieht vor, dass Landwirte Renure übergangsweise oberhalb der geltenden Obergrenze von 170 kg Stickstoff aus tierischem Wirtschaftsdünger pro ha und Jahr ausbringen dürfen, sofern der Hersteller behördlich registriert ist. Perspektivisch sollen ausschließlich Renure zertifizierter Hersteller zugelassen werden. Das dafür notwendige Zertifizierungssystem befinde sich noch in der Entwicklung. Grundlage ist die Anfang Fe­bru­ar angepasste EU-Nitratrichtlinie, die die zusätzliche Ausbringung bestimmter behandelter Düngemittel bis zu einer Obergrenze von 80 kg Stickstoff pro ha und Jahr erlaubt. Hintergrund der Bemühungen ist der nationale Gülleüberschuss nach dem Aus­laufen der Derogation Anfang dieses Jahres.

 

AgE