Die landwirtschaftlichen Betriebe in Niedersachsen haben im Wirtschaftsjahr 2024/25 zurückhaltender gedüngt als zuvor. Im Grund- und Oberflächenwasser zeigten sich bislang jedoch kaum Wirkungen. Das geht aus dem jüngsten Nährstoffbericht für das Bundesland hervor. Erstmals seit dem Bericht 2015/16 wurde die gesetzliche Obergrenze von 170 kg N/ha aus organischen Düngern rein rechnerisch in allen Kreisen eingehalten. Auch der N-Saldo lag auf Landesebene mit einem Defizit von 38 232 t weiter klar unter dem zulässigen Wert. Beim Phosphat wies der Saldo landesweit ein Defizit von 15 317 t beziehungsweise 6 kg/ha aus. Trotzdem fiel die Bilanz beim Gewässerzustand ernüchternd aus. Nur etwa 30 % der Grundwassermessstellen zeigten einen positiven Trend, bei mehr als der Hälfte war keine signifikante Veränderung der Nitratwerte erkennbar und bei rund einem Sechstel stiegen sie sogar. Einen guten ökologischen Zustand erreichten lediglich 3 % der Oberflächenwasserkörper. Niedersachsens Landesbauernverband sieht in dem Bericht seine Position bestätigt. Die Landwirte hätten erhebliche Fortschritte beim Nährstoffmanagement erreicht. Zugleich warnte Verbandspräsident Holger Hennies vor einer Unterversorgung der Pflanzen.
AgE