Die Anzeichen, dass sich an dem derzeitigen Zuschnitt der sogenannten roten Gebiete mit erhöhten Nitratgehalten im Grundwasser etwas ändern könnte, verdichten sich. Schon vor dem Jahreswechsel deutete eine Mitarbeiterin des LANUV (Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz) an, dass der Anteil an Nitratüberschreitungen landesweit abnehmen würde (LZ 1/2020, S. 17). Der LZ liegen nun Unterlagen vor, wonach aufgrund des Monitorings im Rahmen der Wasserrahmenrichtlinie für die Jahre 2013 bis 2018 der Anteil nitratbelasteter Grundwasserkörper im Vergleich zum vorherigen Zeitraum (2007 – 2012) um mehr als ein Drittel zurückgegangen sei. Inwieweit eine Binnendifferenzierung, wie sie NRW-Ministerin Ursula Heinen-Esser anstrebt, die Kulisse nitratbelasteter Gebiete weiter reduziert, lässt sich derzeit noch nicht abschließend abschätzen – und bräuchte noch die Zustimmung vom Bund und von der EU. ds