Die Nmin-Richtwerte für die spät gesäten Sommerungen Kartoffeln, Mais sowie alle nicht gelisteten Sommerungen (NN) wurden ausgewertet und stehen für die Düngebedarfsermittlung (DBE) zur Verfügung.
Wie bereits bei den Richtwerten für die Sommerungen für Rüben und Sommergetreide (siehe LZ 17/23, S. 21 bis 22) fallen die Richtwerte für die später gesäten Kulturen gegenüber den vorläufigen, fünfjährigen Nmin-Richtwerten ebenfalls niedriger aus. Dies ist zum einen auf die niederschlagsreiche Witterung im März und April sowie die noch kalten, untätigen Böden zurückzuführen. Wegen der individuellen Bedingungen auf den eigenen Schlägen ist eine eigene Nmin-Bodenprobe empfehlenswert.
Da es bei den Richtwerten für die Sommerungen Kartoffeln, Mais sowie allen nicht gelisteten Sommerungen (NN) in diesem Jahr ebenfalls keine Abweichung von mehr als 10 kg/ha nach oben gegenüber den vorläufigen Richtwerten gibt, müssen die auf Basis der vorläufigen Richtwerte basierten DBE in keinem Fall angepasst werden. Liegt eine eigene Nmin-Probe vor, sollte die DBE vor der Düngung dahingehend angepasst werden.
Weitere Hinweise zu den Nmin-Richtwerten sind dem Artikel über die Nmin-Werte für Sommergetreide und Rüben in LZ 17 sowie dem Internet unter www.duengung-nrw.de zu entnehmen.
Holger Fechner, Landwirtschaftskammer NRW