Noch gute Aussichten

Foto: Dr. Elisabeth Legge

LV Milch NRW lud zur Jahrespressekonferenz nach Krefeld ein

Eigentlich sieht es gar nicht schlecht aus am Milchmarkt. Die Milchpreise haben sich stabilisiert und es könnte in den kommenden Monat so weitergehen. „Wir gehen von einem höheren Milchpreisniveau aus als im Vorjahr“, stellte Dr. Rudolf Schmidt, Geschäftsführer der Landesvereinigung der Milchwirtschaft NRW (LV Milch NRW), am Mittwoch vergangener Woche bei der Jahrespressekonferenz der Landesvereinigung in Krefeld fest. Allerdings machte er auch keinen Hehl daraus, dass die weitere Entwicklung am Milchmarkt aufgrund der Rahmenbedingungen und möglicher Weltkrisen schwer abzuschätzen ist.

Nach Angaben der Landesvereinigung lag der Auszahlungspreis für die

Milcherzeuger im Zeitraum von Januar bis Oktober 2023 in NRW bei 44,17 Cent/kg für eine Milch mit 4 % Fett und 3,4 % Eiweiß. „Gegenüber dem Vorjahr mit Rekordpreisen ist dies ein deutliches Minus von 11,7 % beziehungsweise 5,88 Cent/kg.“ Der Biomilchpreis lag im selben Zeitraum bei 54,68 Cent/kg mit einer minimalen Preisdifferenz von 0,03 Cent/kg auf Vorjahresniveau. Für das Jahr 2023 rechnet die Landesvereinigung nach Angaben ihres Geschäftsführers mit einem durchschnittlichen Milchpreis von

43 Cent/kg. „Der Absturz der Milchpreise im vergangenen Jahr war enorm“, meinte Schmidt. Während die Milchpreise im Januar noch sehr hoch waren, fielen sie im Laufe des Jahres teils drastisch. „Manche Molkereien zahlten unter 40 Cent aus“, so Schmidt. Was die Milchmenge anbelangt, so blieb sie trotz der zwischenzeitlich höheren Milchpreise relativ stabil. In NRW stieg sie um 0,9 % an und lag damit leicht unterhalb der Bundesebene von +1,6 %.

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