Nachdem sich die liberale Fraktion Renew Europe bereits für einen Anteil der Eco-Schemes an der ersten Säule in Höhe von 40 % ausgesprochen hat, hat im Europaparlament auch die Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten (S&D) ihren Standpunkt vorgelegt. Ihre Fraktion fordere, den Anteil der Eco-Schemes in der ersten Säule im letzten Jahr der kommenden GAP – 2027 – auf ebenfalls bis zu 40 % festzuschreiben, erklärte die SPD-Europaabgeordnete Maria Noichl. Zum Beginn der Reform, aller Voraussicht im Jahr 2023, sollte mit einem verpflichtenden Anteil von 20 % begonnen werden. Neben einer starken Konditionalität in der ersten Säule verlangen die europäischen Sozialdemokraten für die zweite Säule eine Mittelbindung für Umwelt- und Klimamaßnahmen von 35 %.
Die Abstimmung über die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) im Europaparlament ist für Oktober geplant. Die Fraktion der Europäischen Volkspartei (EVP) favorisiert anstelle eines verpflichtenden Mindestanteils an Eco-Schemes ein sogenanntes globales Umweltbudget. Die Grünen pochen sogar auf einen Mindestanteil der Eco-Schemes von 50 %. AgE