Die nordrhein-westfälischen Schweinehalter haben ihre Tierbestände deutlich heruntergefahren; zudem gibt es erneut weniger Betriebe mit Schweinen. Nach vorläufigen Daten des Statistischen Landesamtes Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) wurden zum Stichtag 2. November insgesamt 6,25 Millionen Schweine in dem Bundesland gehalten; das waren 366 000 Stück oder 5,5 % weniger als bei der Viehzählung im Mai und 586 100 Tiere oder 8,6 % weniger als vor einem Jahr. Dem Statistikamt zufolge haben binnen Jahresfrist 300 Schweinehalter beziehungsweise rund 5 % ihre Produktion eingestellt; zuletzt gab es in Nordrhein-Westfalen noch 6 130 Betriebe mit mindestens 50 Schweinen oder zehn Zuchtsauen. Beim Vergleich mit der Mai-Zählung ist zu berücksichtigen, dass dabei saisonale Schwankungen nicht berücksichtigt werden. Normalerweise ist der Bestand im November höher als im Mai. Der geeignetere Vorjahresvergleich wird dieses Jahr aber verzerrt, da im November 2020 ungewöhnlich viele Schweine in den Ställen standen. Damals waren die Schlacht- und Zerlegekapazitäten coronabedingt stark eingeschränkt, weshalb es zu einem Schweinestau kam, bei dem Hunderttausende Tiere erst verzögert geschlachtet werden konnten. Auch der Vergleich mit November 2019 zeigt allerdings einen deutlichen Rückgang der Schweinebestände in Nordrhein-Westfalen, und zwar von 674 200 Tieren oder 9,7 %. Zudem gaben seither 630 Schweinehalter oder 9,3 % auf.