Die nordrhein-westfälische Landwirtschaft belegt mit Blick auf ihre Umsätze nach Niedersachsen und Bayern bundesweit Rang drei. Mit einem Produktionswert zu Erzeugerpreisen im Durchschnitt der Jahre 2012 bis 2014 von 7,7 Mrd. € ist sie ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Dies zeigen neue Berechnungen zur Leistungsfähigkeit der Landwirtschaft, die vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg veröffentlicht wurden. Jürgen Boerman und Ute Bodin, Landwirtschaftskammer NRW, berichten über die einzelnen Produktionswerte.
Setzt man den mittleren Produktionswert (2012 bis 2014) ins Verhältnis zur Anzahl der Betriebe aus der Agrarstrukturerhebung 2013, errechnet sich einzelbetrieblich eine unternehmerische Leistung von 224 500 €, die in etwa mit dem Umsatz vergleichbar ist und bei dem die Betriebsausgaben und -prämien unberücksichtigt bleiben. Die als Produktionswert ermittelte unternehmerische Leistung erfasst sämtliche Verkäufe pflanzlicher und tierischer Produkte ohne Mehrwertsteuer. Dabei wurden Nebentätigkeiten, wie Landschaftspflege oder Urlaub auf dem Bauernhof, innerbetriebliche Verbräuche, unter anderem zur Energieerzeugung, Bestandsveränderungen und Lohnarbeiten in die Berechnungen mit einbezogen. Die Produktionsleistung in NRW rangierte 2014 etwas unter dem Niveau des Vorjahres, gegenüber 2012 war angesichts seinerzeit gestiegener Erzeugerpreise ein Plus von 6,2 % zu verzeichnen. Die Umsätze der Jahre 2015 und 2016 dürften angesichts der unbefriedigenden Erlössituation in allen Bundesländern bedeutend niedriger ausfallen.
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