Die NRW-Landesregierung setzt in diesem Jahr die Förderung der Anschaffung von Drohnen zur Rettung von Rehkitzen fort. Wie das Düsseldorfer Landwirtschaftsministerium am Freitag vergangener Woche mitteilte, werden dafür 100 000 € bereitgestellt. Das Programm richtet sich gezielt an die Kreisjägerschaften. Gefördert wird die Beschaffung geeigneter Drohnen mit Echtbildübertragung und Wärmebildkamerasystemen zur Rehkitz-Rettung. Der Zuschuss beträgt maximal 80 % der zuwendungsfähigen Ausgaben. Pro Kreisjägerschaft können bis zu zwei Drohnen gefördert werden.
Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser betonte, dass mit den Drohnen große Flächen effektiv abgesucht und auf diese Weise die Wildtiere geschützt werden könnten. Aufgrund der Erfahrungen und positiven Rückmeldungen sieht sich die Ministerin darin bestärkt, das Förderprogramm fortzusetzen. Sie rief die Kreisjägerschaften auf, die Chance zu nutzen und von dem Programm rege Gebrauch zu machen.
Die Landwirte und die Kreisjägerschaften sollten sich vor der ersten Frühjahrsmahd gut abstimmen, damit die Maschinen erst dann zum Einsatz kämen, wenn sich auf den betreffenden Flächen kein Jungwild mehr befinde. Im Jahr 2021 hatten die Kreisjägerschaften laut Ressortangaben mit der Unterstützung 33 Drohnen angeschafft. Dadurch seien 663 Kitze vor dem Mähtod bewahrt worden.