Der Anteil der landwirtschaftlichen Verkaufserlöse an den Verbraucherausgaben ist in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gesunken. Darauf hat der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) hingewiesen. Wie der RLV berichtete, gingen 2017 von jedem für Nahrungsmittel aus heimischer Produktion ausgegebenen Euro 23 Cent an die Erzeuger. In den 1970er Jahren habe der Anteil noch bei 48 % und damit mehr als doppelt so hoch gelegen. Den derzeit niedrigsten Erzeugeranteil weisen den Verbandsangaben zufolge mit knapp 4 % Brotgetreide und Brotgetreideerzeugnisse auf. Schwerwiegender in der Preiskalkulation wirkten sich die Kosten für Energie und Arbeit aus. Deutlich lohnender für die Landwirte ist den Angaben des Landwirtschaftsverbandes zufolge die Produktion von Kartoffeln, hier habe sich der Erzeugeranteil 2017 auf fast 27 % belaufen. Noch höher sei der Anteil bei Milch und Milcherzeugnissen ausgefallen, bei diesen Produkten seien von jedem Euro der Verbraucher fast 40 Cent an die Landwirte gegangen. Am lohnendsten sei indes die Erzeugung von Eiern gewesen, bei denen sich der Anteil der landwirtschaftlichen Verkaufserlöse auf gut 60 % belaufen habe.