Nutztiertransporte in Drittländer verbieten

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Die tierschutzrelevanten Vorfälle auf zwei Viehtransportschiffen auf dem Mittelmeer haben den Ruf nach einem Verbot von Nutztiertransporten in Drittländer lauter werden lassen. Sowohl in Deutschland als auch auf EU-Ebene forderten Tierschutzorganisationen in der vorigen Woche entsprechende Regelungen. Unterdessen schaltete sich die EU-Kommission in den Fall des Schiffes „Elbeik“ ein, das Mitte Dezember mit insgesamt 1 800 Jungbullen an Bord von einem spanischen Hafen ausgelaufen ist und seither über das Mittelmeer kreuzt. Wegen des Verdachts auf Blauzungenkrankheit durften die Tiere bislang in keinem Hafen von Bord. Wie Gesundheitskommissarin Dr. Stella Kyriakides am Donnerstag vergangener Woche gegenüber Agra-Europe mitteilte, werde man sich für „das Wohlergehen und die Gesundheit der Tiere“ einsetzen. Ähnlich wie die „Elbeik“ war zuvor das Tiertransportschiff „Karim Allah“ über das Mittelmeer gekreuzt. Auch sie hatte wegen des Verdachts auf Blauzungenkrankheit mit insgesamt 900 Rindern an Bord weder im Zielhafen Iskenderun noch in einem anderen Hafen anlanden dürfen. Nach fast dreimonatiger Irrfahrt ging es zurück in den Herkunftshafen. Wegen des nach dem langen Transport schlechten Gesundheitszustandes der Tiere wurden diese notgetötet. Infektionen mit der Blauzungenkrankheit stellten die Amtsveterinären laut Medienberichten nicht fest.