Ökoanbauverbände wollen höhere Umschichtung

Die Forderung nach einer höheren Umschichtung von Geldern aus der Ersten in die Zweite Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) haben jetzt auch die Ökoanbauverbände Bioland, Demeter und Naturland bekräftigt. Konkret drängen sie da­rauf, insgesamt 15 % der Direktzahlungen zugunsten von Umwelt-, Tier- und Klimaschutzmaßnahmen zu verwenden. Bislang würden in Deutschland nur 4,5 % umgewidmet. Dieser Spielraum der GAP müsse genutzt werden, um die nachhaltig bewirtschafteten Betriebe langfristig zu sichern, erklärten die Verbände Mitte vergangener Woche in einer gemeinsamen Presse­information. Bioland-Präsident Jan Plagge betonte, dass bei einer Umschichtung von weiteren 10,5 % der Direktbeihilfen den Bundesländern ab 2019 jährlich rund 500 Mio. € für eine Honorierung der Betriebe für Mehrleistungen im Umwelt-, Klima- und Tierschutz zur Verfügung stünden. „Wenn die Bundesregierung ihre eigenen Ziele im Umweltschutz und zur Ausdehnung des Ökolandbaus auf 20 % der Agrarfläche erreichen will, muss sie die EU-Agrargelder entsprechend umwidmen“, so Plagge.