Ökolandbau stagniert trotz steigender Nachfrage

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Obwohl die Nachfrage der norwegischen Verbraucher nach ökologisch erzeugten Lebensmitteln kräftig wächst, tritt der heimische Ökolandbau bestenfalls auf der Stelle. Nach Angaben der Landwirtschaftsbehörde in Oslo wurden 2018 im norwegischen Lebensmitteleinzelhandel Biolebensmittel im Gesamtwert von umgerechnet 301 Mio. € verkauft, was einem Anstieg von 8 % zum Vorjahr entsprach. Im gleichen Zeitraum ist die ökologisch bewirtschaftete Fläche inklusive Umstellungsbetrieben jedoch um 1,2 % auf knapp 465 000 ha zurückgegangen. Der Anteil des Ökoareals an der gesamten norwegischen landwirtschaftlichen Nutzfläche lag zuletzt bei 4,2 %. Auch die Zahl der Ökobetriebe hat sich zuletzt eher rückläufig entwickelt. Nach Angaben der Landwirtschaftsbehörde gehen die Entwicklungen bei den einzelnen Produktsparten jedoch weit ausei­nan­der: Während beispielsweise Umsatz und Erzeugung von Ökoeiern Jahr für Jahr deutlich zulege, komme die Biorohmilcherzeugung auch wegen fehlender Verarbeitungsmöglichkeiten nicht vom Fleck. Zwangsweise seien deshalb im vergangenen Jahr lediglich 58 % der eigentlich ökologisch produzierten Rohmilch auch als solche vermarktet worden. Die Landwirtschaftsbehörde sieht vor diesem Hintergrund eine bessere Verknüpfung zwischen Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung als wesentliche Voraussetzung für eine nachhaltige Entwicklung der norwegischen Ökolandwirtschaft. Aufgrund der zuletzt leicht rückläufigen Entwicklung zeigte sich die Behörde vorsichtig, was ihre Einschätzung zum weiteren Ausbau des Ökolandbaus angeht: Erwartet wird jetzt, dass das betreffende Areal bis 2025 pro Jahr im Mittel lediglich um etwa 1,7 % auf dann rund 500 000 ha ausgedehnt wird.

Die LZ meint: Die Zahlen aus Norwegen zeigen, dass die simple Rechnung steigende Nachfrage nach Öko-Lebensmitteln = Steigerung in der heimischen ökologisch bewirtschafteten Fläche nicht pauschal aufgeht. Bei den Forderungen zur Umstellung dürfen gerade auch die nachgeschalteten Bereiche nicht unberücksichtigt bleiben.