Der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch ist in diesem Jahr spürbar gesunken. Das geht aus einer vorläufigen Auswertung der Geschäftsstelle der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) am Umweltbundesamt (UBA) hervor. Demnach kann für 2021 von einer Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen von etwa 237 Mrd. kWh ausgegangen werden. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Rückgang um etwa 5 %. Da der Stromverbrauch laut UBA gegenüber 2020 wieder angezogen ist, fiel der Anteil des erneuerbaren Stroms in diesem Jahr von 45,3 % auf schätzungsweise 42 %. Der Rückgang der erneuerbaren Stromerzeugung kann dem Umweltbundesamt zufolge im Wesentlichen auf die witterungsbedingt stark gesunkene Stromerzeugung aus Windkraft zurückgeführt werden, die im Jahresvergleich um 11 % schrumpfte. Sie lag im Jahr 2021 bei 118 Mrd. kWh. Die Stromerzeugung aus Photovoltaik-Anlagen legte trotz vieler neuer Anlagen nur um etwa 1 % auf 49 Mrd. kWh zu, was das UBA der diesjährigen „Sonnenflaute“ zuschreibt. Biomasse hat dagegen mit 50 Mrd. kWh eine im Vergleich zu 2020 fast unverändert große Strommenge zum regerativen Strommix beigetragen. Die Stromerzeugung aus Wasserkraft erhöhte sich wegen starker Niederschläge um fast 5 % auf 19 Mrd. kWh.