Özdemir: Geld ist „super angelegt“

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Die Notwendigkeit zum Umbau der Tierhaltung hat Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir bekräftigt. Es gehe nicht mehr darum, die Tiere den Ställen anzupassen, sondern die Ställe den Tieren, sagte Özdemir auf der Bundesdelegiertenkonferenz der Grünen am 16. Oktober in Bonn. Zudem seien weniger Tiere gut für den Klimaschutz. Der Minister stellte sich zugleich gegen Forderungen nach einem weitgehenden Abbau der Tierhaltung: „Wenn wir das mit der Kreislaufwirtschaft wirklich ernst meinen, dann brauchen wir dafür die Tierhaltung.“ Keinen Zweifel ließ Özdemir daran, dass Landwirte beim Umbau der Tierhaltung finanziell unterstützt werden müssten. Das sei „super angelegtes Geld“. Ungeachtet der scharfen Kritik der Agrarverbände zeigte sich Özdemir „mächtig stolz“ auf das Tierhaltungskennzeichnungsgesetz, dessen Entwurf das Kabinett am 12. Oktober beschlossen hatte. Der Weg bis zum Kabinettsbeschluss sei „harte Knochenarbeit“ und „nicht vergnügungssteuerpflichtig“ gewesen. Eine klare Absage erteilte der Minister einem „Bauernbashing“. Die Bauern seien längst bereit zum Umbau der Tierhaltung. „Die haben verstanden, dass diejenigen, die in der Politik vorgaben, ihre Freunde zu sein, die falschen Freunde waren“, so der Grünen-Politiker. Die seien nämlich für das Höfesterben verantwortlich.