Ostendorff warnt vor Aus

Anlässlich des Treffens der Projektgruppe der Initiative Tierwohl, die sich aus Vertretern der Landwirtschaft, der Schlachtbranche und des Handels zusammensetzt, hat der Agrarsprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Friedrich Ostendorff, vor einem Aus der Initiative gewarnt.

Wenn sich der Branchenprimus des Lebensmitteleinzelhandels jetzt nicht endlich entschließe, mehr Geld in die Hand zu nehmen, „verkommt die Initiative Tierwohl zum PR-Gag“, so Ostendorff am vergangenen Freitag in Berlin. Tausende Bauern hätten investiert, damit es ihren Tieren besser gehe. Die Konzerne und Handelsunternehmen der Initiative verwehrten jedoch zahlreichen dieser Betriebe die Finanzierung, da der Fonds zu gering ausgestattet sei. Die Initiative müsse in ihrer anstehenden Reform mehr Geld in die Hand nehmen, damit alle Betriebe, die bereit seien für mehr Tierwohl zu investieren, auch berücksichtigt würden, betonte der Grünen-Politiker. Er erklärte, Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt werde sich „nicht ewig auf den freiwilligen Initiativen ausruhen können“. Schmidts gesetzgeberisches Handeln sei gefragt, um das drohende Ende der Initiative Tierwohl zu verhindern.