„Höchste Abgeordnetendichte im Kreis Euskirchen“
Als Fortführung eines Dialogs zum Thema Landwirtschaft, den man in Berlin begonnen habe, sah der Bundestagsabgeordnete Detlef Seif den Besuch auf dem Milchviehbetrieb von Helmut Dahmen am Donnerstag der Vorwoche. Der stimmte die Teilnehmer, größtenteils Abgeordnete des Landtags in Düsseldorf, aber auch aus dem Bundestag und dem Europaparlament auf die nachfolgende Diskussionsveranstaltung im Bürgerforum Kommern (Mehr in LZ 14-2024 auf S. 10). Der Gastgeber führte seine Gäste durch die Stallungen des Hofes und schilderte dabei die Entwicklungsschritte seit der Aussiedlung im Jahr 1957 mitsamt der Investitionen, die dafür getätigt wurden. Dabei machte er deutlich, dass längst nicht alle auch zu einer Verbesserung der wirtschaftlichen Situation führen, vor allem solche, wo nationale Alleingänge zusätzliche Auflagen nach sich ziehen. Als Beispiel nannte er die Bestimmung, dass nunmehr männliche Kälber länger gehalten werden müssen, bevor sie verkauft werden dürfte. An anderer Stelle böten sich dagegen noch mehr Chancen, die aber nicht genutzt werden könnten, weil die Gesetzgebung dem einen Riegel vorgeschoben habe. So hätte die Biogasanlage des Betriebes mehr Potenzial zur Stromerzeugung und zur Wärmenutzung; da die Strommenge gedeckelt sei, könne man dies nicht ausschöpfen. So bleibt ein großer Teil der anfallenden Gülle und anderer organischer Komponenten ungenutzt. ds