Pest und Seuche per Post

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Der internationale Versand von Paketen mit Fleisch- und Milchprodukten wird in Australien als große Gefahr für die Einschleppung von Tierseuchen gesehen. Wie das Landwirtschaftsministerium in Canberra mitteilte, bestätigen jüngste Kontrollen diese Befürchtungen. In Schweinefleischprodukten, die in den internationalen Postzentren Brisbane, Perth, Sydney, Melbourne beschlagnahmt wurden, sind erneut Fragmente des Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) und der Maul- und Klauenseuche (MKS) nachgewiesen worden. Bei den im Dezember 2020 sowie im Januar und Februar 2021 durchgeführten Kontrollen waren von 198 Schweinefleischproben 48 beziehungsweise 24 % mit ASP-Virusfragmenten belastet, beim Test auf MKS waren zwei Proben auffällig. „Ein Ausbruch der MKS in Australien würde zur Schließung der wichtigsten Exportmärkte für Vieh, Rind-, Lamm- und Schweinefleisch sowie für Milchprodukte führen und schwerwiegende wirtschaftliche und soziale Auswirkungen auch in anderen Sektoren – einschließlich des Tourismus – haben“, warnte Landwirtschaftsminister David Littleproud. Deshalb habe die Regierung ihre Biosicherheitsmaßnahmen verstärkt.