Pferde anweiden – aber richtig

Foto: Dr. Sandra Kuhnke

Bei der ganzjährigen Haltung der Pferde mit Weidegang auf der Winterweide gewöhnt sich der Verdauungstrakt meist automatisch an die unterschiedlichen Nährstoffgehalte des Aufwuchses. Doch Pferde, die den Winter auf Sandpaddocks verbracht haben und ausschließlich mit Raufutter gefüttert wurden, müssen ihren Verdauungsapparat langsam wieder an das frische Gras gewöhnen. Wie der Start in die Weidesaison gelingen kann, erklären Dr. Sandra Kuhnke und Dr. Jochen Krieg, Landwirtschaftskammer NRW.

Eine zu abrupte Futterumstellung sollte grundsätzlich bei allen Tierarten vermieden werden. Besonders wichtig ist dies jedoch bei Wiederkäuern und Pferden. Hintergrund ist, die in den Vormägen bei Wiederkäuern und im Dickdarm beim Pferd ablaufenden Fermentationsprozesse nicht zu stören und den dort ansässigen Mikroorganismen ausreichend Zeit zu geben, sich an das neue Futter oder das neue Substrat anzupassen. Der Wechsel von rohfaserreicher Winterfütterung mit Heu und Stroh auf relativ zuckerreiches und faserarmes Weidegras im Frühjahr erfordert eine solche Anpassung der Mikroorganismen.

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