Mit einem Pflanzaktionstag im Generationenwald des Universitätsklinikums Bonn untermauerte die Stiftung Rheinische Kulturlandschaft ihren 20-jährigen aktiven Einsatz für den Naturschutz.
Einsatz für die gute Sache und spätsommerliches Kaiserwetter zauberten den Aktiven für das Projekt Generationenwald am Dienstag vergangener Woche ein Lächeln ins Gesicht. „Wir verbinden die Pflanzaktion ‚100 helfende Hände‘ auf dem Gelände des Uniklinikums Bonn mit unserem 20-jährigen Stiftungsjubiläum“, so Aline Foschepoth, Öffentlichkeitsarbeit Stiftung Rheinische Kulturlandschaft. Die Naturschutzstiftung der rheinischen Landwirtschaft blickt dieser Tage zurück auf 20 Jahre erfolgreichen Einsatz für den Naturschutz, gemäß ihrem Leitsatz „Naturschutz durch Nutzung“. Sie unterstützt bei allen Fragen rund um Landwirtschaft und Naturschutz, tritt als Partner für kooperative Naturschutzmaßnahmen sowie bei Ausgleichs-, Ersatz- und Artenschutzmaßnahmen auf. Entsprechend positiv habe sich die Anzahl der Mitarbeiter entwickelt, die an diesem Tag tatkräftig Hand anlegten, um dem Projekt Generationenwald und 2 000 neu gesetzten Pflanzen eine gute Ausgangslage zu verschaffen.
„Als Landwirte profitieren wir von Forschung und helfen gerne, um nachhaltige Umweltmaßnahmen umzusetzen, nicht nur an Forschungsstandorten wie hier auf dem Campus des Universitätsklinikums“, machte Bernhard Conzen, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft und Präsident des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV), die Bandbreite der angenommenen Aufgaben deutlich. Die Auswahl der insgesamt 2 000 Kräuter, Stauden und Gehölze sei an der natürlichen Vegetation des umliegenden Kottenforsts ausgerichtet. Gemäß dem Leitmotiv der Stiftung „Gemeinsam
vielfältig engagiert“ habe man sich das Ziel gesetzt, den Generationenwald als Wald der Zukunft naturnah und vielfältig aufzubessern. Für erholungssuchende Patienten, Besucher und Mitarbeiter des Klinikums werde das etwa 1,3 ha große Waldstück nicht nur dauerhaft gesichert, sondern auch aufgewertet.
Die besondere Bedeutung des „Wäldchens“ betonte Prof. Wolfgang Holzgreve, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Bonn, nicht nur als grüne Lunge, sondern auch als Naturerlebnis und
dauerhaften Erholungsraum für rund 500 000 Patienten, 1 Mio. Besucher und etwa 9 000 Beschäftigten. „Wir freuen uns, dieses wertvolle Stück Natur dank der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft und der Förderung der NRW-Stiftung, zu einem wunderbaren Ort für Mensch und Natur gestalten zu können“, so Holzgreve.
Für die NRW-Stiftung, die das Projekt finanziell unterstützt, griff Vorstandsmitglied Franz-Josef Lersch-Mense neben der ökologischen Aufwertung das neu entwickelte Informationskonzept auf: „Unser Ziel ist es, gleichermaßen Naturbewusstsein und Wissenstransfer durch Erleben der Natur weiterzubringen.“ In Zukunft sollen deshalb Infotafeln auf die natürlichen Besonderheiten hinweisen und diese den Besuchern erschließen.
Wie wertvoll der Lebensraum nicht nur für Pflanzen und Bäume, sondern auch für zahlreiche Tiere wie Wildvögel und Insekten ist, machte Thomas Muchow, Geschäftsführer der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft, deutlich. „Wir wollen zeigen, was der Wald kann, und zum Nachahmen anstiften, ihn nicht nur mit Vogel-, sondern auch mit Kinderstimmen beleben und ihn zum Generationenwald im wahrsten Sinne des Wortes machen.“ Nach einjähriger Projektlaufzeit übernimmt die Stiftung Rheinische Kulturlandschaft eine dreijährige Patenschaft und steht dem Universitätsklinikum Bonn weiterhin mit ehrenamtlicher Beratung zur Seite.
Christiane Aumüller-Gruber