Mit großer Sorge reagiert die Gartenbaubranche auf die Pflanzenschutzdebatte in Europa. Das europäische Pflanzenschutzrecht habe nicht die erhoffte Vereinheitlichung der Anwendungsvorschriften gebracht, stellt der Präsident des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG), Jürgen Mertz, im Interview mit dem Presse- und Informationsdienst Agra-Europe (AgE) fest. Die Auseinandersetzung um Glyphosat wertet der ZVG-Präsident als Beleg, „dass Zulassungsentscheidungen nicht nachwissenschaftlichen Bewertungen getroffen werden, sondern nach politischer Opportunität“. Nationale Sonderwege bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln dürfe es nicht geben. Mehr Mittel fordert Mertz für die EU-Absatzförderung in europäischen Märkten.