Liebe Leserinnen, liebe Leser,
das kann kein Zufall sein: In der EU steht die Neuzulassung des Pflanzenschutzwirkstoffes Glyphosat an und auch der Bundestag spricht sich mit deutlicher Mehrheit gegen einen Stopp des Zulassungsverfahrens aus. Da erscheint zeitgleich eine Untersuchung des „Umweltinstituts München“, nach der in den 14 beliebtesten Biermarken Spuren des Wirkstoffes gefunden worden sind. Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Zur Erinnerung: Das gleiche Institut glaubte vor nicht allzu langer Zeit, Spuren von Glyphosat in Muttermilch gefunden zu haben. Eine Behauptung, die das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) erst jüngst widerlegen konnte. Dazu sollte man wissen, dass sich das Umweltinstitut als unabhängiger Verein versteht, „der sich gegen Atomkraft, für gentechnisch freies Essen, für nachhaltige Energiewende und für ökologischen Landbau einsetzt“. Die Muttermilchstudie war im Übrigen von den Grünen in Auftrag gegeben worden. Während in Wissenschaft und Medien über den Sinn und Unsinn der Untersuchungen des Umweltinstitutes gestritten wird, machen sich die Bauern in den sozialen Netzwerken mittlerweile darüber lustig. So haben sich „die ersten Bauern auf die Suche nach verdächtig schmeckenden Bierproben begeben“. Um die unabhängige Überprüfung dieser Selbstversuche und eine völlige Transparenz zu gewährleisten, werden sämtliche Einzelversuche auf Facebook als „Glyphosat-Bier-Challenge“ dokumentiert. Humor ist eben, wenn man trotzdem lacht, meint auch
Ihre LZ-Redaktion
Stefan Sallen