Wo Wolle kaum noch kostendeckend zu vermarkten ist, sind Haarschafe, die ihre Wolle selbstständig abwerfen, eine verlockende Alternative. Markus Schumacher aus Friedrichshafen-Batzenweiler macht seit elf Jahren gute Erfahrungen mit der in Deutschland neu gezüchteten Rasse Nolana. Welche das sind, beschreibt Agrarjournalistin Katja Brudermann.
„Vor allem in tropischen und subtropischen Gebieten gibt es viele Rassen sogenannter Haarschafe. In den letzten 30 Jahren haben auch etliche europäische Länder durch gezielte Kreuzungen die Wollproduktion aus bestehenden Landrassen herausgezüchtet“, erklärt der Nebenerwerbs-Landwirt. So gibt es etwa das Ruischaap in den Niederlanden, das EasyCare-Schaf in Großbritannien – und hierzulande das Nolana-Schaf.
Die ersten Züchtungsversuche führte in den 1990er-Jahren Dr. Rolf Minhorst an der Fachhochschule Osnabrück durch. Der Verein zur Förderung der Nolana-Schafe wurde 2007 gegründet und hat sich die Förderung zweier Haarschaf-Rassen zur Aufgabe gemacht: die auf Fleischleistung ausgerichteten Nolana und die dem Typus des Landschafs entsprechenden braunen Haarschafe. Seit 2018 gibt es für die Nolana-Schafe ein offizielles Herdbuch.
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