Arbeitsminister Heil hat eine neue Mindestlohndebatte entfacht
Der Forderung von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, den Mindestlohn deutlich anzuheben, stößt in der Landwirtschaft auf Kritik. „Die Bundesregierung muss sich aus der Mindestlohnfestsetzung raushalten“, mahnte der Präsident der deutschen Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände (GLFA), Hans-Benno Wichert, am Dienstag vergangener Woche in Berlin. Weder dürfe die Regierung erneut eine politische Mindestlohnerhöhung vornehmen, noch Druck auf die Mindestlohnkommission ausüben.
Gegen die Stimmen der Arbeitnehmerseite hatte das paritätisch besetzte Gremium zuletzt eine moderate Anhebung beschlossen. Der Mindestlohn ist zum 1. Januar 2024 von 12 € brutto je Arbeitsstunde auf 12,41 € gestiegen. Zum Jahresbeginn 2025 erfolgt ein weiterer Anstieg auf 12,82 €. Heil hat die Erhöhung als zu niedrig kritisiert. In einem Schreiben hat der Minister die Mindestlohnkommission aufgefordert, bei der nächsten Erhöhung die Vorgabe der Europäischen Mindestlohnrichtlinie umzusetzen, derzufolge der Mindestlohn 60 % eines mittleren Lohns betragen müsse. Nach Berechnungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) wären das 15,27 €.
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