In allen Kreisen in Nordrhein-Westfalen wurden in den Jahren 2016 bis 2020 die Obergrenzen der Düngeverordnung zur Ausbringung organischer Dünger unterschritten. Zugleich sind die Importe von Wirtschaftsdünger aus den Niederlanden von 2016 bis 2020 um etwa 50 % zurückgegangen, gleichzeitig wird der Wirtschaftsdünger hierzulande immer effektiver verwertet. Der Mineraldüngereinsatz ist um etwa 20 % zurückgegangen. Wurde im ersten Nährstoffbericht von 2013 die Grenze von 170 kg N pro ha und Jahr für den Einsatz organischer Dünger noch in zwei Kreisen überschritten, lag die Menge 2020 in keinem Kreis von NRW über 150 kg. Die eingesetzte Stickstoffmenge entsprach dem nach Düngeverordnung berechneten Düngebedarf. Dies sind einige Kernaussagen des aktuellen von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen vorgelegten dritten Nährstoffberichts für den Zeitraum 2016 bis 2020, wie das NRW-Landwirtschaftsministerium am Sonntag mitteilte. „Der Dreiklang aus düngerechtlichen Regelungen, gezielter Förderung und Beratung sowie kooperativer Zusammenarbeit beim Gewässerschutz in Nordrhein-Westfalen zeigt Wirkung. Wir sind auf dem richtigen Weg, Düngepraktiken haben sich in vielen Punkten deutlich verbessert. Dies hilft Natur und Umwelt und ist praktikabel für die Landwirte, ohne dass das Pflanzenwachstum leidet“, sagte Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser.
So zeigt der im Auftrag des nordrhein-westfälischen Landwirtschaftsministeriums erstellte Bericht einen zunehmend effizienteren Einsatz von Nährstoffen bei der Düngung. „Strengere rechtliche Vorgaben und effektivere Kontrollen haben zu einem deutlichen Rückgang bei den Nährstoffimporten und Rückgang des Mineraldüngereinsatzes geführt. Die Regelungen der Düngeverordnung greifen. Es ist davon auszugehen, dass sich der positive Trend verstetigt und mit Verzögerung auch zu sinkenden Nitratbelastungen führt. Daher sind Rufe nach weiteren Verschärfungen voreilig“, so die Ministerin.
Der „Nährstoffbericht NRW 2021“ steht auf der Seite der Landwirtschaftskammer zum Download bereit unter: www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/ackerbau/duengung/naehrstoffbericht/index.htm