Die Agrarminister der Länder sehen zumindest kurzfristig keine Chance für eine EU-weite, zeitlich befristete, entschädigungslose Mengenbegrenzung auf dem Milchmarkt.
Auf ihrer Herbstkonferenz am vergangenen Freitag in Rostock sprachen sich die Ressortchefs lediglich dafür aus, die rechtliche und inhaltliche Ausgestaltung sowie die zu erwartenden Wirkungen einer solchen Maßnahme im Hinblick auf künftige Marktkrisen eingehend zu beschreiben und zu bewerten. Einen Schlüssel zur Vermeidung künftiger Krisen sehen die Länderminister in einer Neugestaltung der Lieferbeziehungen zwischen Molkereien und Erzeugern. Übereinstimmend äußern sie in dem Milchbeschluss ihr Bedauern, dass die bestehenden Möglichkeiten bislang nicht genutzt würden und es keine ernstzunehmenden Signale aus der Wirtschaft zur Einführung freiwilliger Maßnahmen zur Mengensteuerung gebe.
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